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	<title>Rolf Nobel Fotojournalismus &#187; Nobel&#8217;s Kommentar dazu&#8230;</title>
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		<title>Au weia, arte!</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 13:39:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nobel's Kommentar dazu...]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hat auch der Kultursender arte das Format Casting-Show für sich entdeckt. Wie es sich für einen Sender mit Anspruch gehört, geht es dabei nicht einfach um das gute Aussehen oder die schöne Stimme der Kandidaten. Nein, es muss kulturell wertvoller daher kommen. Also kamen die Programmgestalter, die sich in einer Programmreform für die Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat auch der Kultursender <em>arte</em> das Format Casting-Show für sich entdeckt. Wie es sich für einen Sender mit Anspruch gehört, geht es dabei nicht einfach um das gute Aussehen oder die schöne Stimme der Kandidaten. Nein, es muss kulturell wertvoller daher kommen. Also kamen die Programmgestalter, die sich in einer Programmreform für die Zukunft eine populärere Ausrichtung verordnet haben, die „freundlicher, emotionaler und zugänglicher“ sein soll, auf das Medium Fotografie. In fünf Sendungen durften sich 6 junge „Nachwuchstalente“ in Paris zu einer „Masterclass“ einfinden. Der  ehemalige Benetton-Werber Oliviero Toscani sollte ihnen an fünf Tagen entscheidende Impulse für ihre weitere Laufbahn geben. Der „Che der Werbung“ (<em>arte</em>-O-Ton) erwarte „eine neue Generation von  Fotografen“ und er fügt hinzu: „Die werden bestimmt mal berühmter als ich.“ Um dann aber gleich darauf selbst lauthals über die eigene Aussage zu lachen. Das tut er im Verlauf der weiteren Folgen nach eigenen Statements und Bemerkungen noch diverse Male. Da kommen erste Zweifel auf, dass Toscani das ganze selbst so ganz ernst nimmt.</p>
<p>Schon bald merkt der kritische Zuschauer, dass <em>artes</em> Casting-Show zwar wesentlich netter daherkommt, als die Vorbilder der Privatsender, denn richtig demontiert wird hier glücklicherweise niemand – aber Casting-Show bleibt Casting-Show. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die jungen „Talente“ nicht nach ihren fotografischen Fähigkeiten ausgewählt wurden, sondern vor allem nach ihrer Fernsehkompatibilität und dem Wunsch, eine bestimmte Gruppendynamik zu erzeugen. Da gibt es den pubertierenden Dummquatscher in Person des Suchart Wannaset, der mit Matrosen-Kragen und hohen Schnürstiefeln planlos in der Gegend rumknipst. Phasenweise erinnert er mit seinem affektierten und inhaltsleeren Gerede an den unseligen Daniel Küblböck aus „Deutschland sucht den Superstar“. Die kokette Französin Coline Sentenac-Moise mutet an wie eine Mischung aus den Hauptdarstellern in »Die wunderbare Welt der Amelie« und »Lolita«. Egal wie unpraktisch, immer stakst sie im ultrakurzen Minirock durch die Location. Der Dortmunder Christian Kuhn verließ den Big-Brother-Container &#8211; Verzeihung – das Photo-for-Life-Studio schon nach der ersten Folge. Als etwas arroganter und selbstgefälliger Jungstar mit szenegerechter Baseballcap hätten ihn die Zuschauer ohnehin bald rausgewählt, wenn man denn wie bei Big Brother jemanden würde rauswählen können. Der Franzose Matthieu Cheneby besetzt die Rolle des sensiblen Künstlers, der unter seinem modischem Pork-Pie-Hut häufig etwa weltentrückt und verträumt aussieht. Wie sich ein Fernsehregisseur halt einen Künstler vorstellt, der laut seiner Kurzvita auf <em>arte</em> vorher eigentlich Tänzer und Zirkusartist werden wollte. Vermisst habe ich in diesem Zusammenhang nur den Hinweis im Abspann, welche Klamottenfirma die Fotogruppe ausgestattet hat.</p>
<p>Was Toscani den jungen Fotografen in seinen Statements kommentierend und wertend mitgibt, ist teils Binsenweisheit, teils überspitzt („Ein Künstler, der nicht schockiert, ist kein Künstler“), aber fast immer eine völlig irreale Berufsrealität vorgaukelnd. Das mag ja die Welt von Toscani sein, die Welt der meisten meiner Berufskollegen ist es nicht. Traurig ist dabei nur, dass <em>arte</em> damit tausenden von Flickr- und Fotocommunity-Knipsern Sand in die Augen streut und ein Berufsbild an die Wand malt, das fernab der Wirklichkeit ist. Damit wird wohl auch in den nächsten Jahren der Fotograf weit oben auf der Berufswunsch-Hitliste stehen.</p>
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		<title>Workshop in Elend und Leid</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 12:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Nobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nobel's Kommentar dazu...]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie abgebrüht und gesinnungslos manche Kollegen doch sind. Ich dachte immer, das kein Fotograf die Menschenverachtung gegenüber seinen Motiven deutlicher zeigen kann, als es der Starfotograf Michel Comte in einigen Szenen der Schweizer Fernsehdokumentation aus den 90ern über seine Arbeit macht. Darin jagt der Fotograf in Haiti wie wild Straßenkindern mit der Kamera hinterher und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie abgebrüht und gesinnungslos manche Kollegen doch sind. Ich dachte immer, das kein Fotograf die Menschenverachtung gegenüber seinen Motiven deutlicher zeigen kann, als es der Starfotograf Michel Comte in einigen Szenen der Schweizer Fernsehdokumentation aus den 90ern über seine Arbeit macht. Darin jagt der Fotograf in Haiti wie wild Straßenkindern mit der Kamera hinterher und knallt ihnen das Blitzlicht ins Gesicht. Und in einer anderen Szene drapiert er in einem Totenhaus die Leichen von zwei Kleinkindern um, weil ihre Positionen nicht seinem ästhetischen Empfinden entsprechen. Doch jetzt ist da jemand, der sich offenbar bemüht, in Sachen Skrupellosigkeit und Unsensibilität Michel Comte den Rang abzulaufen.</p>
<p>Da bietet ein Fotograf namens Zoriah Miller (den Namen sollten wir uns merken!) auf Lightstalker und seiner eigenen Website einen einwöchigen Fotoworkshop auf Haiti für 4.000 Dollar an, Reisekosten und persönliche Ausgaben natürlich exklusive. Dafür will der Fotograf, der sich in einem Film auf YouTube mit Biker-Handschuhen und immer ganz cool fotografierend durch Konflikte in Israel kämpft, den »Studenten« des Workshops seine reichhaltigen Erfahrungen in der Krisenfotografie vermitteln. Er wird die Teilnehmer in die zerstörten Zonen führen und in gefährliche Situationen, so Millers Werbung, und ihnen das Überleben und die Organisation des Jobs in schwierigen Situationen beibringen. Klappt der Business-Plan des Zynikers, dann macht er damit 16.000 Dollar in einer Woche. Natürlich wird das Ganze von ihm noch als ehrenwertes Unterfangen dargestellt, denn die Fotos der Workshopteilnehmer »keep up awareness of a very important issue that will soon fade from the news, while the needs of the Haitians will continue.«</p>
<p>Bleibt nur zu hoffen, dass er es bei den versprochenen Lehrinhalten belässt und den Teilnehmern nicht auch noch seine Berufsethik beibringen will. Aber auf der anderen Seite: Wer da mitmacht, bei dem ist vermutlich eh Hopfen und Malz verloren!</p>
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		<title>Eine Renaissance der Kooperativen?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 17:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Nobel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den 80er Jahren nahm die Zahl der Zusammenschlüsse von Fotografen zu Kooperativen, Fotografenagenturen und Fotografen-Büros derart zu, dass selbst Kenner der Szene schon mal den Überblick verlieren konnten. Die Vorteile dieser Zusammenschlüsse liegen auf der Hand. Man konnte sich z.B. einen Teil der teuren Ausrüstung teilen. Blitzanlage, Dunkelkammer, Diaprojektor, Studioequipment, das alles brauchte man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den 80er Jahren nahm die Zahl der Zusammenschlüsse von Fotografen zu Kooperativen, Fotografenagenturen und Fotografen-Büros derart zu, dass selbst Kenner der Szene schon mal den Überblick verlieren konnten. Die Vorteile dieser Zusammenschlüsse liegen auf der Hand. Man konnte sich z.B. einen Teil der teuren Ausrüstung teilen. Blitzanlage, Dunkelkammer, Diaprojektor, Studioequipment, das alles brauchte man nur einmal und meistens besaß einer der Fotografen etwas von diesen Gerätschaften, die dann alle nutzen konnten. Und konnte einer der Fotografen einen Auftrag nicht annehmen, weil er an diesem Tag schon von einem anderen Kunden gebucht war, dann gelang es ihm nicht selten, diesen Job an einen Büro-Kollegen zu vermitteln. Denn hatte die Kooperative bei den Auftraggebern einen guten Ruf, dann war es dem Kunden oftmals egal, wer den Auftrag erledigte. Hauptsache, er war vom Tisch. Daneben konnten junge Fotografen in diesen Kooperativen die Phase der intensiven Auseinandersetzung mit der Fotografie, die nach dem Studium zumeist vorbei ist, im professionellen Alltag mit den Kollegen im Büro fortsetzen. So profitierten alle von der Gemeinschaft.</p>
<p>Anfang der 90er begann dann langsam die Auflösung vieler dieser Fotografen-Kooperativen. Über die Ursachen kann man nur spekulieren. War es die allgemeine Flucht in die Individualität, war es der Kostendruck des Mietanteils für das Büro oder war es einfach nur vorbei mit der Wohngemeinschaftsphase, wie es bei vielen jungen Leuten irgendwann einmal der Fall ist?</p>
<p>Augenblicklich, so scheint es, kommt die Zusammenarbeit in Kooperativen und Büros wieder in Mode. Jedenfalls ist es an meiner Hochschule der Fall. Innerhalb nur eines Jahres haben sich Studenten und Ex-Studenten der FH-Hannover gleich in vier Gruppen zusammengeschlossen.</p>
<p>Unter dem Namen »2470media« (nach dem populärsten Zoom-Objektiv in der Reportagefotografie benannt) haben sich vier Studenten zu einer GmbH zusammengefunden, die sich der Fotografie im Internet verschrieben haben. Sie produzieren, unter Einbeziehung von Kommilitonen, Multimedia-Reportagen mit journalistischem Charakter. Alle vier Gesellschafter &#8211; Anna Jockisch, Michael Hauri, Daniel Nauck und Shooresh Fezoni sind noch Studenten. Dennoch war das Konzept ihrer Unternehmensgründung offenbar so überzeugend, dass sich die niedersächsische N-Bank dazu entschlossen hat, die Firmengründung mit einem Startkapital zu fördern. Noch namenlos ist die Bürogemeinschaft von Daniel Pilar, Christian Burkert, Helge Krückeberg, Michael Löwa und Franz Bischof. Ein stilvolles Büro in Hannover ist bereits bezogen und gegenwärtig läuft der komplizierte Prozess der Namensfindung. Bis auf Franz Bischof haben alle Mitglieder ihr Foto-Diplom längst in der Tasche, Franz Bischof ist kurz davor. »<a title="kollektiv25.de" href=" http://kollektiv25.de" target="_blank">Kollektiv25</a>« nennt sich der Zusammenschluss von Lucas Wahl, Lene Münch, Florian Manz und  Julius Schrank. Sie wollen von verschiedenen Orten aus arbeiten, aber einen regen Austausch pflegen. Ihre wunderschöne Website geht demnächst ans Netz. »enarro« nennt sich die Gruppe von Milos Djuric, Andy Spyra, Maria Irl und Fabian Brenneke, was soviel wie »bis zu Ende erzählen« bedeutet und auf den erklärten Willen zum Geschichtenerzählen  hinweist. Mit im Boot, so sagt die Website enarro.org, sind auch drei schreibende Journalisten.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, ob diese massive Gruppenbildung nur eine hannoversche Ausprägung ist, oder ob sie einen neuen Trend aufzeigt. Eines aber erreichen die Fotografen damit in jedem Fall: Der Individualisierung in ihrem Berufsfeld setzen sie das Kollektiv entgegen und der Weiterentwicklung ihrer jungen Fotografen-Persönlichkeiten kann dies nur förderlich sein.</p>
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		<title>Wie die Madonna auf den Mond kam</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 15:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Nobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nobel's Kommentar dazu...]]></category>
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		<category><![CDATA[Debütroman]]></category>
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		<category><![CDATA[Wie die Madonna auf den Mond kam]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Vorurteil, Fotografen seien ausschließlich Menschen des Bildes und würden mit dem Wort auf dem Kriegsfuß stehen, existiert schon lange. Zwar hat es immer schon Fotografen wie den Geo- und stern-Autor Rainer Joedecke gegeben, der auf hohem Niveau geschrieben und fotografiert hat, aber das Vorurteil hält sich bis heute. Jetzt hat mein Kollege Rolf Bauerdick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-274" title="Ralf-Bauerdick2" src="http://www.rolfnobel.de/wp-content/uploads/2009/12/Ralf-Bauerdick2.jpg" alt="Ralf-Bauerdick2" width="245" height="283" />Das Vorurteil, Fotografen seien ausschließlich Menschen des Bildes und würden mit dem Wort auf dem Kriegsfuß stehen, existiert schon lange. Zwar hat es immer schon Fotografen wie den <em>Geo- </em>und <em>stern</em>-Autor Rainer Joedecke gegeben, der auf hohem Niveau geschrieben und fotografiert hat, aber das Vorurteil hält sich bis heute.</p>
<p>Jetzt hat mein Kollege Rolf Bauerdick wieder einmal eindrucksvoll nachgewiesen, dass sich nicht auschliesst, dass ein Mensch des Bildes auch der des Wortes sein kann.<br />
Als Fotograf und Journalist kennen ihn viele in der Branche schon lange. Er hat zahlreiche eindrucksvolle Reportagen fotografiert und geschrieben. Dabei haben es ihm gerade die Sozialreportagen angetan und er hat für seine Arbeit schon den einen und anderen Journalistenpreis gewonnen. Eingeladen haben wir ihn deswegen auch für die Podiumsdiskussion während des Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus im Jahre 2008, wo er mit der Brigitte-Bildredakteurin Sonja Streit, dem Sozialfotografen Jürgen Escher und stern-Fotochef Andreas Trampe über »Sozialreportagen &#8211; brotlose Kunst für Sozialromantiker?« diskutierte.</p>
<p>Jetzt hat Rolf Bauerdick mit seinem Debütroman »Wie die Madonna auf den Mond kam«, erschienen bei <em>DVA</em>, einen internationalen Erfolg errungen und wird bereits als neuer Stern am Literaturhimmel gehandelt. Gleich in acht Länder wurde das Buch auf der Frankfurter Buchmesse verkauft und die Medien überschlagen sich mit positiver Kritik. »Mit Bauerdick, so viel scheint sicher, hat die deutsche Literatur eine neue, kraftvolle Stimme – und vor allem eine ungewöhnliche«, schrieb etwa Jobst-Ulrich Brand in <em>FOCUS</em>.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-275" title="Ralf-Bauerdick" src="http://www.rolfnobel.de/wp-content/uploads/2009/12/Ralf-Bauerdick.jpg" alt="Ralf-Bauerdick" width="285" /><br />
Hier ein Ausschnitt des Presssetextes:</p>
<p><em>»Schick  ihn zur Hölle, vernichte ihn.« Als der fünfzehnjährige Pavel das Foto  des neuen Parteiskretärs an die Wand des Klassenzimmers nageln will,  flüstert ihm seine Lehrerin Angela Barbulesco diesen Satz zu. Es ist  der Morgen des 6. November 1957, der Sputnik piept im All, und mit  diesem ungeheuerlichen Auftrag steht die Welt im Karpatendorf Bala Luna  plötzlich kopf. Des Nachts verschwindet die Lehrerin spurlos, dann  findet man den greisen Dorfpfarrer mit durchschnittener Kehle im  Pfarrhaus, das Ewige Licht in der Kirche erlischt, und aus der Kapelle  auf dem Mondberg wird die Madonna geraubt. Die Ereignisse überschlagen  sich in dem einst so verschlafenen Dorf &#8211; rasant und mit großer Lust am  Fabulieren erzählt Rolf Bauerdick in seinem Debüt »Wie die Madonna auf  den Mond kam« von Pavels Anstrengungen, das Geheimnis der Lehrerin zu  lüften. Was hat der gutaussehende Parteisekretär der traurigen  Trinkerin Barbulescu angetan? Und wie hängen all diese mysteriösen  Geschehnisse zusammen?</em></p>
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		<title>photoscala.de: Die elektronische Tageszeitung für Fotografen</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 12:43:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Nobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nobel's Kommentar dazu...]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass wir übers Internet alle Informationen am schnellsten vermittelt bekommen, ist wohl jedem klar. Das gilt auch für die Meldungen rund um die Fotografie. Unter www.photoscala.de betreibt der Journalist Thomas Maschke meine am häufigsten genutzte Foto-Website. Ob Meldungen über neue Produkte, interessante Ausstellungen und Bücher, Fotopreise oder die Quartals-Ergebnisse der führenden Fotounternehmen, bei www.photoscala.de erfahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><img class="alignnone size-full wp-image-163" title="photoscala" src="http://www.rolfnobel.de/wp-content/uploads/2009/12/Bild-16.png" alt="photoscala" width="490" height="260" /></div>
<p>Dass wir übers Internet alle Informationen am schnellsten vermittelt bekommen, ist wohl jedem klar. Das gilt auch für die Meldungen rund um die Fotografie. Unter <em><a href="http://www.photoscala.de/">www.photoscala.de</a></em> betreibt der Journalist Thomas Maschke meine am häufigsten genutzte Foto-Website. Ob Meldungen über neue Produkte, interessante Ausstellungen und Bücher, Fotopreise oder die Quartals-Ergebnisse der führenden Fotounternehmen, bei <em><a href="http://www.photoscala.de/">www.photoscala.de</a> </em>erfahre ich es in der Regel zuerst. Dank photoscala weiß ich, dass 2009 etwa 130 Millionen Digitalkameras verkauft wurden, oder erfahre, dass Rollei-Teile aus der Insolvenzmasse von Franke &amp; Heidecke gerade bei Ebay versteigert werden. Daher habe ich mir angewöhnt, noch ehe ich das Haus verlasse, kurz einen Blick auf Maschkes Info-Seite zu werfen.</p>
<p>Einziger Wermutstropfen sind wie auf vielen Seiten die Leserkommentare. Das reicht vom geballten Nichtwissen bis zu Pöbeleien auf Hinterhof-Niveau. Wann kommt endlich die Führerscheinpflicht für Foren-Nutzer?</p>
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		<title>Elendsreportagen: Ein Widerspruch von Angebot und Nachfrage</title>
		<link>http://www.rolfnobel.de/elendsreportagen-der-widerspruch-von-angebot-und-nachfrage/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 12:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Nobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nobel's Kommentar dazu...]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch immer träumen viele junge Fotografen davon, mit ihren Fotografien beitragen zu können, das Gewissen der Menschen aufzurütteln und ihr Augenmerk auf Elend, Krieg und Sklaverei zu lenken. Das war und ist &#8211; so lautet auch meine Meinung &#8211; eine der vornehmsten Aufgaben des Fotojournalismus. Leider gibt es kaum noch den publizistischen Rahmen, in dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch  immer träumen viele junge Fotografen davon, mit ihren Fotografien  beitragen zu können, das Gewissen der Menschen aufzurütteln und ihr  Augenmerk auf Elend, Krieg und Sklaverei zu lenken. Das war und ist &#8211;   so lautet auch meine Meinung &#8211; eine der vornehmsten Aufgaben des  Fotojournalismus. Leider gibt es kaum noch den publizistischen Rahmen,  in dem solche Bilder gedruckt werden. Gerade der Raum für ambitionierte  und engagierte Reportagen ist in den großen Magazinen dieser Welt im  letzten Jahrzehnt immer kleiner geworden. Denn die Abhängigkeit von der  Werbebranche hat dazu geführt, dass die Magazine flurbereinigt wurden.  Bloß keine Elendsfotos neben einer Anzeige für Designerkleidung oder  Cornflakes, lautet die hinter Verlagsmauern unverhohlen ausgesprochene  Devise.</p>
<p>Das signalisiert keine Konjunktur für die Fotografen von <em>MAGNUM, Seven, NOOR, l&#8217;agenceVU </em> und  die vielen anderen, die sich mit ihren Projekten den Schattenseiten des  Lebens verschrieben haben. Dabei kommen jährlich noch viele junge,  erstklassige und inhaltlich sehr ambitionierte Fotografen hinzu. Um  die wenigen Magazin-Seiten, die es für die Veröffentlichung solcher  Themen überhaupt noch gibt, konkurrieren all die Sozial- und  Kriegsfotografen dann gegeneinander mit Dutzenden solcher Reportagen.  Bücher oder Ausstellungen bieten auch keine Alternativen, denn die dort  zu erzielenden Honorare generieren kaum den geleisteten Aufwand,  geschweige denn den Lebensunterhalt.</p>
<p>Längst  haben viele der älteren Stars der Szene deshalb den teilweisen Rückzug  aus der Fotografie angetreten, ohne es freilich offen auszusprechen.  Aber wer sich mal genauer umschaut, der kann feststellen, dass viele  der großen Fotojournalisten unserer Zeit mittlerweile mehr von den  Einnahmen aus Vorträgen, Ausstellungen und vor allem Workshops leben,  als von denen aus der Fotografie.</p>
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