Der Propeller-Riese

Für das FreeLens-Projekt »Ein Tag Deutschland« habe ich am 7. Mai beim Propeller-Riesen Mecklenburgische Metallguss GmbH (MMG) in Waren/ Müritz fotografiert. MMG ist nicht nur Weltmarktführer in der Herstellung von Großpropellern, sondern auch Weltrekordhalter. Die beiden größten jemals gebauten Schiffspropeller kommen aus dem beschaulichen Touristenort an Deutschlands größtem Binnensee.
Am 7. Mai haben etwa 500 FreeLenser an zahlreichen Orten in Deutschland ihre Sicht auf ein Stück Deutschlands fotografiert. Das Ergebnis wird demnächst als Bildband erscheinen und wirft aufgrund der zahlreichen Bildbeiträge wahrscheinlich ein einmaliges Schlaglicht auf das Leben in Deutschland.

www.freelens.com/foto/im-kasten-ein-tag-deutschland

Der Lumix Festival-Trailer für Websites ist da!

Aus dem gut vier Minuten langen multimedialen Trailer zum 2. Lumix Festival für jungen Fotojournalismus, dass die FH Hannover und die Fotojournalisten-Organisation FreeLens vom 16. bis 20. Juni auf dem Expo-Gelände in Hannover veranstalten, erfahren Sie alles Wichtige über das Festival, einiges über das Programm und die Philosophie der Veranstaltung und sehen Bilder der dort gezeigten Reportagen.

Sie können den Trailer kostenlos in ihre Website einbinden, an befreundete Websites weiterleiten oder in dem  Downloadbereich der Festivalseite www.fotofestival-hannover.de herunterladen und verwenden.

Bei Fragen oder technischen Problem wende Sie sich bitte direkt an das Festivalbüro. Dort wird man Ihnen dann schnell und effizient helfen!

Workshop in Elend und Leid

Wie abgebrüht und gesinnungslos manche Kollegen doch sind. Ich dachte immer, das kein Fotograf die Menschenverachtung gegenüber seinen Motiven deutlicher zeigen kann, als es der Starfotograf Michel Comte in einigen Szenen der Schweizer Fernsehdokumentation aus den 90ern über seine Arbeit macht. Darin jagt der Fotograf in Haiti wie wild Straßenkindern mit der Kamera hinterher und knallt ihnen das Blitzlicht ins Gesicht. Und in einer anderen Szene drapiert er in einem Totenhaus die Leichen von zwei Kleinkindern um, weil ihre Positionen nicht seinem ästhetischen Empfinden entsprechen. Doch jetzt ist da jemand, der sich offenbar bemüht, in Sachen Skrupellosigkeit und Unsensibilität Michel Comte den Rang abzulaufen.

Da bietet ein Fotograf namens Zoriah Miller (den Namen sollten wir uns merken!) auf Lightstalker und seiner eigenen Website einen einwöchigen Fotoworkshop auf Haiti für 4.000 Dollar an, Reisekosten und persönliche Ausgaben natürlich exklusive. Dafür will der Fotograf, der sich in einem Film auf YouTube mit Biker-Handschuhen und immer ganz cool fotografierend durch Konflikte in Israel kämpft, den »Studenten« des Workshops seine reichhaltigen Erfahrungen in der Krisenfotografie vermitteln. Er wird die Teilnehmer in die zerstörten Zonen führen und in gefährliche Situationen, so Millers Werbung, und ihnen das Überleben und die Organisation des Jobs in schwierigen Situationen beibringen. Klappt der Business-Plan des Zynikers, dann macht er damit 16.000 Dollar in einer Woche. Natürlich wird das Ganze von ihm noch als ehrenwertes Unterfangen dargestellt, denn die Fotos der Workshopteilnehmer »keep up awareness of a very important issue that will soon fade from the news, while the needs of the Haitians will continue.«

Bleibt nur zu hoffen, dass er es bei den versprochenen Lehrinhalten belässt und den Teilnehmern nicht auch noch seine Berufsethik beibringen will. Aber auf der anderen Seite: Wer da mitmacht, bei dem ist vermutlich eh Hopfen und Malz verloren!

Festivalkalender füllt sich

Nachdem Anfang Januar die heiße Phase der Vorbereitung des 2. Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus (16. bis 20. Juni 2010) begonnen hat, füllt sich allmählich der Festivalkalender.

Mit Carolyn Drake, Ernesto Bazan, Ed Kashi und David Burnett haben die ersten vier der insgesamt acht hochkarätigen Vortragsgäste zugesagt.

Die 38jährige Amerikanerin Carolyn Drake hat diverse Preise für ihre Arbeit erhalten, darunter 2008 den World Press Award für eine Geschichte über die Kohleindustrie der Ukraine. Sie lebt in Istanbul und Schauplatz ihrer Reportagen ist häufig Zentralasien.

Ed Kashi zählt zu den Pionieren der Fotografie im Internet und er hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung eigener Erzählweisen in Multimedia. Daneben ist Ed Kashi aber auch ein hervorragender Fotograf, zu dessen Kunden National Geographic, New York Times Magazine, Geo und Time Magazine gehören.

Ernesto Bazan stammt aus Italien und ist ein fotografischer Vagabund. Er hat lange in New York gelebt, danach 14 Jahre lang auf Kuba und lebt zurzeit in Mexiko. Die gesammelten Bilder aus Kuba haben ihm im letzten Jahr den Preis für das schönste Fotobuch des Jahres auf dem New York Photo Festival eingebracht. Doch schon vorher hat der 50jährige zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten, darunter den World Press Award und den Eugene Smith Grant.

David Burnett ist ein alter Haudegen des Fotojournalismus und spielt auf der Klaviatur des Mediums wie kaum ein zweiter. Er hat Senator Ted Kennedy ebenso fotografiert wie Bob Marley, Sport wie Politik, Landschaft wie Portrait. Und das alles mit Kleinbild, Mittelformat und Großformat. Als Fotograf hat er Geschichte geschrieben und er hat sie auch fotografiert, u.a. alle US-Präsidenten der letzten Jahrzehnte: Barack Obama, Ronald Reagan, Lyndon B. Johnson, Richard Nixon, Jerry Ford, Jimmy Carter, Bill Clinton, George Bush. Für sein umfassendes Werk hat David Burnett viele Preise bekommen, darunter den World Press Award und den Robert Capa Award.

Auch die Zahl der Bewerber für eine der insgesamt 60 Ausstellungspätze des Lumix Festivals wächst weiter an. Knapp einen Monat vor Ablauf der Bewerbungsfrist sind es schon 290 und es ist zu erwarten, dass die Bewerberzahl von rund 430 aus dem Jahre 2008 weit übertroffen wird. Rekordverdächtig ist schon jetzt die Zahl der 55 Länder, in denen die Bewerber beheimatet sind. Bei der Premiere des Festivals immJahre 2008 waren es noch 21.

Mehr infos unter www.fotofestival-hannover.de

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