Workshops | Vorträge | Ausstellungen

Seit Jahren unterrichte ich im Rahmen von Workshops für die verschiedensten Organisationen und Einrichtungen wie ver.di, der Hochschule für Künste im Sozialen, LANDMARKer oder dpa, zumeist zu den Themen »Reportagefotografie«, »Straßenfotografie« oder »Reisefotografie«.

Außerdem halte ich Vorträge und coache Redaktionen im Umgang mit Fotografie.

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»STREET PHOTOGRAPHY«

Straßenfotografie Workshop mit Prof. Rolf Nobel,
12. bis 18. Mai in Hannover,
ausgerichtet von der ver.di-Medienakademie beim ver.di Bildungswerk Niedersachsen

»Fotografieren heißt den Atem anhalten, wenn alle unsere Sinne danach streben, die flüchtige Wirklichkeit einzufangen«. Der Satz stammt von Henri Cartier-Bresson und er hat ihn auf die Fotografie allgemein gemünzt. Die Suche nach dem »magischen Moment«, wo aber ist sie bedeutsamer als in der Straßenfotografie?

Eine gute Straßenfotografie zeigt in einer Art Grundsituation Menschen im urbanen Umfeld, deren Mimik, Gestik, Körpersprache oder Interaktion in der Beziehung zum städtischen Raum eine gewisse Allgemeingültigkeit ergeben, die über den eigentlichen, winzigen Moment der Aufnahme hinaus geht. Mensch und Raum stehen gestalterisch in einer Beziehung zueinander: aus einem Spannungsfeld zwischen Harmonie und Dissonanz ergibt sich die Grundsituation. Die meisten Straßenfotografen machen sich bis zum Drücken des Auslösers so gut wie unsichtbar. Erst das blitzschnelle Heben der Kamera und das Auslösegeräusch rückt sie in die Wahrnehmung ihrer Protagonisten. Aber dann ist die Szene zumeist schon im Kasten. Situation, Moment, Ausschnitt, Licht, Distanz – alles muss von dem Fotografen in rasend schneller Geschwindigkeit erfasst und zu einem Bild zusammengefügt werden. Die Straßenfotografie, da gibt es kein Drumherum reden, ist eine besonders aggressive Form der Fotografie. Hier ist der Fotograf im direkten Sinne Jäger und Sammler. Denn das ungefragte Ablichten von Menschen auf der Straße ist zumeist nicht nur ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte, es ist der Arbeitsweise der Papparazzi gar nicht so unähnlich.
Zurzeit lebt etwa die Hälfte der Menschheit in Städten. Tendenz steigend. Das schreit geradezu nach der fotografischen Auseinandersetzung mit der Urbanität. Die Straßenfotografie ist dazu ein adäquates Mittel und vielleicht erklärt das auch ihre wachsende Bedeutung.

Vermittelt werden soll die visuelle Bedeutung der Straßenfotografie für unser Bild von historisch-kulturellen Abschnitten gesellschaftlicher Verhältnisse. Erlernt werden sollen in dem Workshop die rechtlichen, formalen und inhaltlichen Grundlagen der Straßenfotografie, sowie die verschiedenen Methoden des Vorgehens beim Fotografieren. Diskutiert werden soll dabei auch die Abwägung zwischen den rechtlichen Rahmenbedingungen, die u.a. durch das Grundgesetz, das Kunsturheberrechtsgesetz und das Strafgesetzbuch geregelt werden und dem historischen Bedürfnis nach der fotografischen Dokumentation gesellschaftlicher Entwicklungsphasen.

Kosten: 500 € Seminargebühren inkl. Materialien (400 € für dju/ver.di-Mitglieder).
Unterkunft und Verpflegung muss von den Teilnehmern selbst organisiert werden.
Günstige Hotelkonditionen stellt ver.di gerne zur Verfügung. Infotelefon: (0511)12400- 415.

Anmeldung: Noch ist keine Online-Anmeldung möglich, aber Sie können sich
telefonisch unter Tel.: (0511)12400-415 oder per Mail unter
franziska.coors@bw-verdi.de vormerken lassen.

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»REPORTAGEFOTOGRAFIE | ARBEITSWELTEN«

Reportage-Workshop mit Prof. Rolf Nobel,
20. bis 23. Mai 2019 in Kolbermoor|Bayern
ausgerichtet von der Akademie der Bildenden Künste Kolbermoor

Auch wenn die großen Magazine immer weniger Seiten dafür zur Verfügung stellen, so ist und bleibt die Reportage die Königsdisziplin in der Fotografie. Die Reportagefotografie stellt jenseits der Beherrschung fotografischer Technik die größten Anforderungen an den Fotografen.

Reportagen zu fotografieren ist daher der Traum vieler Fotografen. Für den Workshop soll eine Geschichte über den Arbeitsalltag einer einzigen Person erzählt werden. Der rote Faden muss erkennbar sein, die Geschichte sollte eine Melodie haben, sie mussAauserzählt sein, die Erzählform sollte keinen Stilbruch aufweisen und darf keine Redundanzen haben. Und last but not least soll sie in spannenden Bildern erzählt sein. Aufgabe in diesem Seminar ist es, die Arbeitswelt eines Menschen in Form einer Bildgeschichte zu fotografieren. Dazu möchte das Seminar Grundlagen im Geschichtenerzählen vermitteln und darüber hinaus auch gestalterische Fähigkeiten entwickeln helfen. Die Teilnehmer müssen sich dafür vor Beginn des Workshops in der Umgebung der Akademie eine Person suchen, deren Arbeitsalltag sie einige Tage lang mit der Kamera beobachten können. Dabei sollte der Charakter der Arbeit auch eine fotografische Dimension haben. Eine reine Bürotätigkeit ist z.B. eher ungeeignet. Ein Instrumentenbauer, eine Hundefriseurin, ein Tierarzt, ein Landwirt, ein Restaurator, ein Tierpräparator, ein Lokaljournalist, ein Chiemsee- oder Simssee-Fischer, ein Restaurator, ein Instrumentenbauer und ähnliches eignet sich als Protagonist. Es ist wichtig, dass der Protagonist weiß und damit einverstanden ist, dass ihn ein Fotograf zweieinhalb Tage mit der Kamera begleitet. Der Fotograf sollte in einem Gespräch sicherstellen, dass der Protagonist in diesem Zeitraum auch genug Arbeit hat, die man fotografieren kann.

Alle Teilnehmer müssen eine Kamera mit Zoom-Objektiv oder Festbrennweiten von mindestens 28mm bis 50mm (entsprechend Vollformat) mitbringen. Außerdem einen Laptop und einen Kartenleser. Sicherheitshalber sollte man auch ein Stativ dabei haben. 

Infos unter www.adbk-kolbermoor.de 
Anmeldung unter info@adbk-kolbermoor.de oder 08031|391106-0 

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»BILDER-VORTRAG«

»Local Heroes« von Prof. Rolf Nobel,
anlässlich der 10. Fürstenecker Foto-Tage am 30. Mai um 20:00 Uhr 
 

Am Donnerstag, den 30. Mai um 20 Uhr zeige ich auf Burg Fürsteneck im Rahmen der 10. Fürstenecker Fototage Schwarzweiß-Reportagen, die zwischen 1996 und 1999 in Wales, Schottland, England und Irland entstanden sind. Zusammengeführt unter dem Titel »Local Heroes« zeigen sie die Arbeitswelten der Seacoaler im Nordosten Englands und der Seatangle Collectors auf der schottischen Insel Westray, die Arbeit in den kleinen Kohleminen von Wales, in denen noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwa 250.000 Bergleute arbeiteten, sowie die Ponykids in den Vororten von Dublin und die vagabundierende Lebensweise der irischen Traveller. Obwohl diese meist frei fotografierten Projekte erst kurz vor der Jahrtausendwende entstanden, muten sie an wie Geschichten aus längst vergangenen Zeiten und erinnern an eine Welt, die es heute in Europa kaum noch irgendwo gibt. 

Es sind Geschichten über Outsider, Menschen am Rande der Gesellschaft, deren Stolz und Würde sie nicht aufgeben lässt in ihrem täglichen Existenzkampf, auch wenn das Geld zum Leben vorn und hinten nicht reicht. In seinem Vortrag berichtet Rolf Nobel darüber, wie er auf die Geschichten gestoßen ist, wie er das Vertrauen der Menschen erwarb und wie die Reportagen schließlich entstanden sind. 

Wer sich für die 10. Fürstenecker Foto-Tage interessiert, die vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 auf Burg Fürsteneck stattfinden, kann sich informieren unter:
www.burgfuersteneck.de/kursprogramm/fotografie_film/fuerstenecker_foto_tage/19-32701/ 

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»REPORTAGEFOTOGRAFIE | ARBEITSWELTEN«

Reportage-Workshop mit Prof. Rolf Nobel,
08. bis 14. September 2019 in Hannover,
ausgerichtet von der ver.di-Medienakademie beim ver.di Bildungswerk Niedersachsen
 

Für viele Fotografen ist die Fotoreportage immer noch die Königsdisziplin der Fotografie. Eine Geschichte in Bildern erzählen oder neudeutsch Storytelling, darum geht es in diesem Seminar. 

Das Thema sind Arbeitswelten. Am Nachmittag des ersten Tages werde ich die Essentials der Reportage vermitteln und die Unterschiede zu einem Essay oder einer Serie. Dabei werden u.a. die Bedeutung von Rhythmus, rotem Faden, Redundanzen, Ein- und Ausstieg erklärt. 

Nach dieser Einführung wird ab dem zweiten Tag fotografiert. Dafür habe ich mit einigen Handwerkern eine Verabredung getroffen, dass jeder Teilnehmer ihn oder sie viereinhalb Tage lang bei der Arbeit fotografieren darf. An jedem Nachmittag schauen wir uns an einem Großbildschirm die Ergebnisse des Tages an und ich bespreche sie. Zum Abschluss des Workshops editieren wir die Arbeit jedes Teilnehmers und bauen die geprinteten Bilder zu einer Reportage von 10 Bildern zusammen und besprechen sie abschließend. 

Ausrüstung: Die Teilnehmer sollten eine Digitalkamera mit einem lichtstarken Zoom-Objektiv (oder entsprechenden Festbrennweiten) und einem Brennweitenbereich - bezogen auf Vollformat - von mindestens 28-70mm besitzen. Ferner sollte jeder Teilnehmer einen Laptop und einen Kartenleser mitbringen. Sicherheitshalber sollte man auch ein Stativ dabei haben. 

Kosten: 500 € Seminargebühren inkl. Materialien (400 € für dju/ver.di-Mitglieder). Unterkunft und Verpflegung muss von den Teilnehmern selbst organisiert werden. Günstige Hotelkonditionen stellt ver.di gerne zur Verfügung. Infotelefon: (0511)12400-415. 

Anmeldung: Noch ist keine Online-Anmeldung möglich, aber Sie können sich telefonisch unter Tel.: (0511)12400-415 oder per Mail unter franziska.coors@bw-verdi.de vormerken lassen.